Start-ups in Rhein-Main – heute: Die Smoothie Bowls von Oatsome

Start-ups in Rhein-Main – heute: Die Smoothie Bowls von Oatsome

Innovative Ideen aus dem Rhein-Main-Gebiet: Im dritten Teil unserer Interviewreihe steht uns Philipp Reif, einer der Gründer des Start-ups Oatsome mit Sitz in Frankfurt, Rede und Antwort.

Auf der letztjährigen Start-up-Safari im Rhein-Main-Gebiet öffnete unter anderem der Unibator der Goethe-Universität seine Pforten, der jungen Menschen dabei hilft, ihr kreatives Potential auszuschöpfen und Ideen umzusetzen. Hier präsentierte Philipp seine gesunde und leckere Frühstücksalternative Oatsome.

Wer seid ihr, was macht ihr und was ist das Besondere an eurer Geschäftsidee?

Wir sind Oatsome, eine Marke, die für eine gesunde, leckere und einfache Ernährung steht. Unser Kernprodukt sind die Oatsome Smoothie Bowls. Smoothie Bowls bestehen nicht nur aus vitaminreichen Früchten: Zusammen mit unterschiedlichen Getreideflocken und Superfoods entsteht eine Schüssel purer Energie, die dich erfolgreich durch den Tag bringt. Durch die einfache Zubereitung, lassen sie sich perfekt in einen stressigen Berufsalltag integrieren und liefern genug Energie, um bis zum Mittagessen durchzuhalten. Wir zeichnen uns dadurch aus, dass wir ausschließlich 100 % natürliche Zutaten für unsere Produkte verwenden – ohne jegliche Zusatzstoffe und raffinierten Zucker. Diese lassen wir zudem von Menschen mit geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigungen herstellen und geben ihnen somit die Möglichkeit, am Arbeitsmarkt mitzuwirken.

Der größte Stolperstein und der größte Glücksmoment?

Die zentrale Listung bei großen Supermarktketten war wohl zugleich unser größter Glücksmoment als auch unsere größte Hürde. Man freut sich erstmal immens über solch eine riesige Wertschätzung und die Möglichkeit seine eigenen Produkte an tausende glückliche Kunden geben zu können. Danach wird einem allerdings bewusst, was es bedeutet all diese Supermärkte auszustatten. Zum einen muss die Produktion stimmen, zum anderen müssen die Waren vorfinanziert werden und dann muss man den Start auch noch mit Marketing begleiten. Das alles in einer sehr begrenzten Zeit unter einen Hut zu bekommen ist natürlich eine enorme Herausforderung, die einen aber umso mehr motiviert!

Welchen Stellenwert hat das Thema Technologie in eurem Geschäftsmodell und wie stellt ihr hier eine optimale Performance sicher?

Da die beiden Gründer ursprünglich aus dem Bereich IT kommen, legen wir mit Oatsome hier einen starken Fokus auf Technologie als wichtigen Bestandteil unseres Unternehmens. Vor allem im Bereich Marketing und bei der internen Organisation (bspw. der Bestellabwicklung, der Lagerverwaltung und der Planung sowie bei der Datenanalyse) spielt sie für Oatsome eine ganz wichtige Rolle. Unsere komplette Steuerung des Unternehmens wäre ohne Technologie schlicht weg nicht so effizient möglich wie heute.

Wie bewertet ihr das Rhein-Main-Gebiet als Gründungsstandort?

Die Szene ist viel kleiner als in Berlin etc., aber da es im Start-up-Bereich nicht so große Konkurrenz gibt, kommt man viel einfacher an gute Mitarbeiter, die motiviert sind, in einem Start-up mitzuwirken. Außerdem wächst die Szene im Rhein-Main-Gebiet momentan stark an, was auch an der steigenden Anzahl an Initiativen im Start-up-Bereich von Universitäten oder der Stadt Frankfurt liegt. Wir sitzen beispielsweise im Förderprogramm der Goethe-Universität Frankfurt – dem Unibator. Dadurch erhalten wir zum einen sehr preiswerte Büroräume und zum anderen werden wir so durch ein tolles Netzwerk an Mentoren unterstützt. Diese gezielte Unterstützung ist gerade zu Beginn natürlich unbezahlbar.

Einzelkämpfer oder Teamplayer: Kooperiert ihr mit etablierten Playern oder anderen Start-ups?

Hauptsächlich kooperieren wir mit anderen Start-ups, da diese einfach offener sind für Kooperationen und man sich gegenseitig enorm viel helfen kann. Kooperationen sind für das weitere Wachstum unglaublich wichtig. Mittlerweile werden auch immer mehr etablierte Player auf uns aufmerksam und stellen uns Kooperationsanfragen. So werden wir in Zukunft beispielsweise mit den Mitarbeiten eines größeren Getränkeherstellers ein 100-Tage-Programm für eine gesündere Ernährung im Büroalltag starten. Solche Kooperationen möchten wir in Zukunft noch ausweiten.

Hand aufs Herz – würdet ihr nochmal gründen?

Definitiv. Die Gründung ist das Aufregendste und Spannendste was wir bisher erlebt haben. Den direkten Einfluss seiner Entscheidungen zu sehen, motiviert einen jeden Tag wieder aufs Neue zu Höchstleistungen. Natürlich ist eine Gründung auch mit viel Stress verbunden, aber das nimmt man dafür gerne in Kauf.

Zum Schluss ein Klassiker aus jedem Bewerbungsgespräch: Wo seht ihr euch in fünf Jahren?

In fünf Jahren wollen wir eine etablierte Marke im Bereich der gesunden Ernährung sein, die sowohl im Onlinebereich sehr stark aufgestellt ist, aber auch in Deutschland und europaweit in vielen Supermärkten vertreten ist. Wir wollen den Menschen in einem immer hektischer werdenden Alltag, eine gesunde Ernährung so einfach und lecker wie möglich machen!

Über die Interviewreihe „Start-up-Lupe Rhein-Main“

Als Gründerregion wird das Rhein-Main-Gebiet immer attraktiver. Als europäische Finanzmetropole ist Frankfurt besonders für FinTechs interessant, aber auch andere Innovationen und Standorte bieten spannende Potenziale. So fördern z.B. auch Darmstadt, Mainz, Wiesbaden, Aschaffenburg, Mannheim, Heidelberg, Fulda und Gießen aktiv die Gründerkultur. Wer sind die neuen Player und mit welchen Ideen gehen sie an den Start? In unserer Interviewreihe „Start-up-Lupe Rhein-Main“ stellen wir Start-ups und ihre innovativen Ideen vor.

Bildquelle: Oatsome

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