Unternehmensinsolvenzen: Wohin mit den Daten?

Kann ein Schuldner die Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern akut nicht mehr erfüllen oder droht eben eine solche Zahlungsunfähigkeit infolge von Überschuldung, so spricht der deutsche Gesetzgeber von einer Insolvenz. Der anschließenden Abwicklung durch einen Insolvenzverwalter fällt nicht selten auch die komplette IT-Infrastruktur zum Opfer. Um auch im weiteren Verlauf auf wichtige Daten und digitale Geschäftskorrespondenzen zugreifen zu können, empfehlen sich elektronische Langzeitarchive. 

Während Unternehmensinsolvenzen gesamtwirtschaftlich betrachtet kaum Schäden verursachen, sind sie in der mikroökonomischen Betrachtung meist mit schwierigen Einzelschicksalen und Verwerfungen verbunden. Zulieferbetriebe bleiben auf Rechnungen sitzen, Arbeitnehmer verlieren Ihren Arbeitsplatz oder können ggf. nicht mehr voll bezahlt werden. Unternehmer scheitern mit Ihrer Idee, mitunter mit Ihrem Lebenswerk.

Das Insolvenzverfahren kann dabei in Bezug auf Unternehmen in der Rangfolge verschiedene Ziele verfolgen. Zunächst ist der Insolvenzverwalter dazu angehalten zu prüfen ob das Unternehmen saniert werden kann. Falls dies der Fall ist, ist der Insolvenzverwalter berufen die Sanierung administrativ in die Wege zu leiten – wenngleich die Sanierung keine unmittelbare Zielvorgabe der Insolvenzordnung ist. Wird eine Sanierung ausgeschlossen, muss das insolvente Unternehmen nach den Regeln des Insolvenzrechts abgewickelt werden.

In Deutschland gehen die Unternehmensinsolvenzen seit 2003 kontinuierlich zurück. Eine Ausnahme bildet lediglich der Anstieg im Krisenjahr 2009. So hat sich die Zahl der Unternehmensinsolvenzen, von knapp unter 40.000 in 2003 auf unter 20.000 in 2018, in etwa halbiert. Zur Eindämmung der mikroökonomischen Verwerfungen durch Unternehmensinsolvenz, gibt es in Deutschland das – in seiner aktuellen Fassung relativ junge – Insolvenzrecht.

Der Insolvenzverwalter hat dabei die vorrangige Pflicht die Insolvenzmasse zu ermitteln, zu verwalten und schließlich an die Gläubiger zu verteilen. Er führt dabei jedoch Interim die (schwebenden) Geschäfte des insolventen Unternehmens als Verwalter weiter. Insbesondere kommen ihm dabei auch die Pflichten der Datenarchivierung unter Beachtung der gängigen Gesetzesvorgaben zu.

Archivierung bei Unternehmensinsolvenzen

Da es bei der Abwicklung der Insolvenzmasse nun nicht mehr dauerhaft darum geht die Daten in IT-Applikationen für das laufende Geschäft verfügbar und nutzbar zu halten (Email-Server, ERP-System, CRM-System, Workflow-System, …) können die über das Geschäftsende hinaus zu archivierenden Bestandsdaten auch ausgelagert werden. Hierbei ist für den Insolvenzverwalter im Sinne der Gläubiger ein erhebliches Einsparpotential vorhanden.

Elektronische Langzeitarchive bzw. Datenarchive bieten die Möglichkeit IT-Applikationen vollständig abzulösen, während die gespeicherten Daten weiterhin verfügbar und abrufbar sind. Dabei entfallen die oftmals nicht nur teuren Lizenz- und Wartungskosten dieser mächtigen Anwendungen sondern auch Gebühren für eigene oder gemietete Rechenzentren bzw. Server und/oder Software-as-a-Service-Verträge.  Gleichzeitig können Daten aus verschiedenen Applikationsumgebungen, die sonst über diverse Clients angesteuert werden müssen über eine einzige neue Applikationsoberfläche abgerufen werden.

Revisionssicher arbeiten mit dem PASS Datenarchiv

Das PASS Datenarchiv bietet hierfür die optimale Lösung. Ein simples Datenarchiv mit modernen Oberflächen und konfigurierbaren Recherche-Optionen. Die Daten sind dabei unveränderbar und dauerhaft archiviert. Die durch die bewährte PASS Migration Factory unterstützte Migration der Daten in das PASS Datenarchiv kann dabei aus allen gängigen Datenbanken erfolgen. Dies gilt für alte Host- ebenso wie für moderne ERP-Systeme oder Individualsoftware. Die Daten können bei der Archivierung individuell gewählt, aufbereitet und neu verknüpft werden um spätere Abfragen zu erleichtern. Die integrierte Security-Komponente kann (bei Bedarf) bis auf Feldebene Berechtigungen für Benutzer und Rollen verwalten. Das Archiv ist mandantenfähig und durch den Einsatz von Blockchain-artiger Technologie revisionssicher.

Das PASS Datenarchiv kann je nach Bedarfslage dauerhaft live gehostet oder aber auch über Jahre passiv archiviert und bei Bedarf reaktiviert werden. PASS ist einer der wenigen Full-Service-Provider im Archivierungs-Segment und unterstützt von der strategischen Beratung über die Umsetzung bis hin zum Betrieb der Lösung in eigenen Rechenzentren.

Bild: Shutterstock

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.