Digitalisierung im Sport als große Chance für Vereine

Um Profi- und semiprofessionelle Teams am Markt zu positionieren, braucht es konsequente Digitalisierung im Sport. Ein gelungenes Beispiel sind die DJK Rimpar Wölfe, denn bei deren Heimspielen in der Würzburger tectake Arena sind nicht nur mitreißende Handball-Partien garantiert. Hinter den Kulissen arbeitet der Zweitligist an spannenden Modernisierungen.

Der Verein bzw. die Vermarktungsgesellschaft hat es sich zum Ziel gemacht, den Weg der Digitalisierung im Sport zu gehen und eigene Prozesse klar zu definieren, zu standardisieren und schlussendlich zu automatisieren. Der erste große Schritt war dabei die Einführung eines innovativen Event Ticketing Systems für die Abwicklung des Kartenverkaufs und des Einlasses in die Halle. Im Interview blickt Roland Sauer (Geschäftsführer Rimparer Wölfe) auf die aktuelle Saison in der 2. Handball-Bundesliga (HBL) und auf die Chancen, welche sich den zahlreichen Profi- und Amateurvereinen – nicht nur im Handball – durch vorausschauende Digitalisierung im Sport in der Zukunft bieten.

Hallo Herr Sauer, vielen Dank, dass Sie sich heute Zeit für dieses Interview nehmen. Bei ihnen, also den Rimparer Wölfen, gibt es bestimmt viel zu tun. Etwas mehr als die Hälfte der Spielzeit ist absolviert, wie zufrieden sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Runde?

Die Saison hat zäh begonnen, viele Verletzte und Ausfälle wichtiger Spieler haben uns den einen oder anderen Punkt gekostet. Dennoch sind wir zuversichtlich, die notwendigen Zähler nach der Rückkehr einiger Spieler und mit dem dann breiteren Kader zu holen.

Die Digitalisierung im Sport wird für Vereine, egal ob Profi- oder Amateurklub, immer wichtiger. Sie sind mit Ihrem beruflichen Hintergrund bereits auf diesen Zug aufgesprungen. Welche Ziele haben Sie in diesem Bereich mit den Rimparer Wölfen?

Meine Managementerfahrungen, die ich bei international agierenden Unternehmen als Gesamtverantwortlicher bei Großprojekten sammeln und erfolgreich umsetzen konnte, versuche ich aus dem Business in den Sport zu übertragen. Dies ist nicht immer einfach, da Sportvereine finanziell meist ums Überleben kämpfen. Häufig haben diese auch nicht die Erfahrungen, die es für Großprojekte der Digitalisierung braucht.  Aber genau das wird benötigt, um einen Club für die Zukunft gut aufzustellen. In der Digitalisierung sehe ich eine riesige Chance für Sportvereine, mittels standardisierter, harmonisierter und klar definierter Prozesse Abläufe zu automatisieren. Wir alle kennen die Problematik, dass die Nachhaltigkeit der Prozesse mit viel Aufwand gemonitort werden muss. Die Adaption der standardisierten Prozesse auf die Prozesse der Rimparer Wölfe führt dazu, dass wir uns auf unser Kerngeschäft konzentrieren können, nämlich den Sport. Und uns natürlich gleichzeitig die Zeit für Gespräche mit unseren Partnern nehmen sowie Nachverfolgbarkeit von Kennzahlen als Grundlage für diese Gespräche bereitstellen können. Die Digitalisierung ist dabei ein wichtiges Werkzeug.

Auch kleinere Vereine können von einer digitalen Vereinsverwaltung und Spieltagsmanagement profitieren. Wo liegen aus Ihrer Sicht die Vorteile?

Der große Benefit liegt darin begründet, dass die einzelnen Prozesse bereits ausgearbeitet sind und mit standardisierten sowie harmonisierten Prozessen End-to-End abgebildet wurden. Damit können kleinere Vereine von den Best-Practice-Lösungen profitieren. Ein Dashboard hilft bei der Überwachung der Aufgaben und Ergebnisse in Zeit und Geld und begünstigt den optimalen Einsatz limitierter Ressourcen.

Digitales Ticket, Events rund um den Spieltag und Informationen zur Mannschaft im Web – nur um einmal ein paar Beispiele zu nennen. Welchen Service erwartet der moderne Handballfan heute? Oder anders gefragt, mit welchem Service kann ein Verein seinen Fans einen Zusatznutzen bieten oder sie überraschen?

Wir bei den Rimparer Wölfen sehen Chancen bei der Vermarktung unserer Produkte und dem Bundling von Lieferungen und Leistungen. Dazu gehören einfache Aufgaben wie der Versand von Serienbriefen, aber auch sehr wichtig sind die persönlichen und vor allem individuellen Aktionen für unsere Partner. Der Fan kann durch die Apps schneller, effizienter und aktiver “rund um die Wölfe” informiert werden. Damit ist er immer auf dem Laufenden.

Tiefer ins Thema “Digitalisierung im Sport” einsteigen:

Zuletzt hatten die DJK Rimpar Wölfe noch auf das recht teure Ticketing System des Marktbegleiters Reservix gesetzt, waren aber auf der Suche nach einer modernen und digitalen Lösung, welche sich möglichst intuitiv und mit wenig Aufwand in die eigenen Prozesse integrieren ließ. Fündig wurden die Würzburger dann beim Aschaffenburger Softwareunternehmen PASS Consulting Group, welches mit seinem PASS Event Ticketing System eine Komplettlösung für die Abwicklung des Online-Kartenverkaufs bereitstellt: Für professionelles Veranstaltungsmanagement am Puls der Zeit und zukunftsorientiere Digitalisierung im Sport.

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Zum Start der aktuellen Saison haben Sie das PASS Event Ticketing System für den Verkauf ihrer Eintrittskarten und ihre Einlasskontrolle in Betrieb genommen. Wie fällt das Fazit nach den Heimspielen in dieser Runde aus?

Ein wichtiger Baustein ist das Scannen der Tickets mit dem Handy beim Einlass. Damit konnten wir flexibler auf Stoßzeiten reagieren, indem wir kurzfristig mehr Personal am Einlass positionieren konnten und nicht abhängig von vorhandener Hardware waren. Zusätzlich haben wir ein dynamisches System erhalten, welches sich stetig entwickeln lässt und bei der Planung von Aktionen Spielräume für kreative Ansätze bereithält.

PASS hat nicht nur das Event Ticketing System bereitgestellt, sondern ist auch eine Sponsoring-Partnerschaft mit den Rimparer Wölfen eingegangen. Wie kann der Verein in Zukunft weiter von dieser Kooperation im Bezug auf Digitalisierung im Sport profitieren?

Durch die Zusammenführung der Projekterfahrungen seitens PASS und unserer Erfahrungen im Vereins- und Unternehmensmanagement entwickeln wir gemeinsam Win-Win-Chancen für uns, aber auch für die Vereine generell. Der enge Austausch bei allen Fragestellungen, immer mit dem Blickwinkel, wo können wir noch mehr standardisieren und Prozesse optimieren, eröffnet uns viele neue Chance. So können wir uns weiter auf unser Kerngeschäft konzentrieren, aber auch gleichzeitig die Wölfe weiterentwickeln. Ein Beispiel hierfür ist unsere Sponsorenakquise, bei der wir nun Erfahrungen aus Konzernen anhand der PASS Lösung in den Verein einbringen. Hier wollen wir in Zukunft auf unterschiedliche Push-Funktionen und aktives “Eskalations-Management” setzen. Das heißt, dass wir die Akquise neuer Sponsoren automatisieren und mit digitalen Wiedervorlagen und Kriterien arbeiten wollen, um unsere vertrieblichen Prozesse weiter zu optimieren und zu verbessern.

Zum Thema “Digitalisierung im Sport” auch interessant:
In unserer dritten Podcast-Folge von „For a better digital world“ spricht Jürgen Rösch (Senior Business Development Manager, PASS) mit Manfred Fleckenstein (Vorstandssprecher Viktoria Aschaffenburg). Das Thema: „Event Ticketing und digitale Sportwelten“. Spannende Einblicke dazu, wie sich Digitalisierung im Sport nachhaltig nach vorne bringen lässt.

Klicken Sie auf den unteren Button, um den Inhalt von w.soundcloud.com zu laden.

Inhalt laden

Herr Sauer, würden Sie als Geschäftsführer eines Handball-Zweitligisten das Event Ticketing System von PASS weiterempfehlen?

Definitiv ja, da wir mit PASS einen Partner haben, der immer ein offenes Ohr für neue Ideen und damit verbundene Erweiterungen der Funktionalität hat. Das bedeutet, das Produkt entwickelt sich stetig weiter und kleine Vereine können von der Erfahrung der Profi-Vereine profitieren. Wir sind froh, ein Teil der Entwicklungen zu sein und somit auch ein System im operativen Gebrauch zu haben, welches sich unseren Anforderungen anpassen lässt.

Vielen Dank für das interessante Gespräch!

Roland Sauer ist Geschäftsführer der DJK Rimpar Wölfe in der 2. Handball-Bundesliga und Leiter einer internationalen Beratungsfirma mit den Schwerpunkten in Program und Project Management sowie Strategie in internationalen Konzernen. Seit 2006 verantwortet er die Geschicke der DJK Rimpar Wölfe und führte den damaligen Landesligisten bis in die 2. Handball-Bundesliga. Zusammen mit seinem Team möchte er den Verein nun bereit für die Zukunft machen und dabei auch auf digitale Innovationen setzen.

Bilder: DJK Rimpar Wölfe

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.