Ist die hybride Arbeit das Modell der Zukunft?

Hybride Arbeit und Homeoffice sind Buzzwords der Stunde. Corona hat digitalen Arbeitsmodellen einen Innovationsschub beschert. Doch welche Vorteile bringen sie mit sich?

In den letzten zwei Jahren haben Homeoffice und mobiles Arbeiten bei vielen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern an Beliebtheit gewonnen. Gerade in Pandemiezeiten wissen viele Angestellte die flexiblen Lösungen zu schätzen. Doch zuletzt ruderten zahlreiche Unternehmen zurück: Nach Aufhebung der Homeoffice-Pflicht im Sommer 2021 wurden viele Beschäftigte Vollzeit zurück ins Büro geholt.

Vor dem Hintergrund steigender Infektionszahlen mit der Omikron-Variante von COVID-19 scheinen diese Anordnungen nun teilweise wieder rückgängig gemacht zu werden. Remote Working und hybride Arbeit rücken wieder in den Fokus.

PASS Podcast: Der digitale Arbeitsplatz der Zukunft – mit Awingu

Über die Security-Anforderungen an das moderne Homeoffice, die Vorteile hinter einer Bring-Your-Own-Device-Lösung (BYOD) und die Alternativen für den Einsatz eines Virtual Private Network (VPN) habe ich kürzlich im PASS Podcast mit unserem Partner Awingu gesprochen. Wir haben gezeigt, dass es nicht schwer ist, seine Beschäftigten binnen kürzester Zeit „ready“ für das Homeoffice oder hybride Arbeit zu machen.

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Ruf nach neuen Arbeitsmodellen

Auch wenn ein Ende der weltweiten Pandemie noch nicht absehbar ist, kann man davon ausgehen, dass wir in Zukunft keine solchen extremen Ausprägungen mehr erleben werden: Die meisten Unternehmen werden ihren Beschäftigten weder ausschließlich Homeoffice noch einzig und allein die Arbeit im Büro anbieten. Ich gehe davon aus, dass sich stattdessen ein ausgewogener Mix zwischen Präsenz- und Remote-Arbeit etablieren wird: die hybride Arbeit.

Die hybride Arbeit hat in den vergangenen beiden Jahren viele Fans hinzugewonnen. Das können wir auch bei PASS beobachten: Im Rahmen einer Befragung unserer Beschäftigten im letzten Frühling sprach sich die überwiegende Mehrheit der Belegschaft für ein hybrides Arbeitsmodell aus. Wenn Sie mehr dazu lesen möchten, empfehle ich Ihnen den Beitrag „Pandemie als Treiber für flexiblere Arbeitsmodelle“ meines Kollegen Lucas Mertsching auf dem PASS Karriere Blog.

Anders als oftmals befürchtet, resultieren aus dem Homeoffice oder hybrider Arbeit keine signifikanten negativen Begleiterscheinungen. Das belegen u.a. die StepStone-Studie „Jobsuche und Bewerbung – Arbeitsmodelle nach Corona“, die globale Studie „Veränderte Erwartungen & die Zukunft der Arbeit“ der Beratungsfirma Steelcase oder die Studie des Fraunhofer-Instituts „Arbeiten in der Corona-Pandemie – auf dem Weg zum New Normal“.

Laut der Fraunhofer-Studie planen mehr als 70 Prozent der befragten Unternehmen ihren Mitarbeitenden mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung ihrer Arbeit einzuräumen und somit auch mehr hybride Arbeit zu ermöglichen. In der Vorgängerstudie hatten dies nur knapp 42 Prozent bejaht. Zurückführen lässt sich dieser Umschwung auf die Erkenntnis, dass die Produktivität unter Homeoffice oder hybrider Arbeit nicht leidet: So gab ca. die Hälfte an, dass die Leistung der Mitarbeitenden gleich geblieben sei, 30 Prozent meldeten sogar einen Anstieg der Produktivität. Lediglich 0,5 Prozent äußerten sich negativ.

Die große Gemeinsamkeit aller Studie: Sie belegen, dass die Erwartung der Beschäftigten ist, auch nach der Pandemie öfter als bisher von Zuhause aus zu arbeiten. Es stellt sich nun die Frage, was hierfür die richtige Lösung ist.

Hybride Arbeit: das Beste aus beiden Welten kombinieren

Pluspunkte des Homeoffices, wie z.B.

  • Work-Life-Balance,
  • konzentrierteres Arbeiten,
  • Selbstständigkeit,
  • Flexibilität und
  • keine störende Zwischenkommunikation

kombiniert mit den Vorzügen des Büros, wie z.B.

  • Zusammenarbeit,
  • Austausch & Gemeinschaft,
  • Firmenkultur,
  • kurze Wege und
  • Erreichbarkeit

verdeutlichen die Vorteile der hybriden Arbeit.

Für Unternehmen bietet der Ruf nach mehr Freiheit und Flexibilität viele Chancen: höhere Attraktivität als Arbeitgeber, zufriedene Angestellte und Verringerung des ökologischen Fußabdruckes. Natürlich sollte man aber auch die Risiken nicht außer Acht lassen. Zu den Stolpersteinen, die im Kontext hybrider Arbeit beseitigt werden müssen, gehören z.B. rechtliche Klärungen zu Datenschutz und -sicherheit, Haftung sowie Versicherung, aber auch Themen wie technologische Störungen, die Organisation der Kollaboration oder fehlende Hardware. Punkte, die wir in der Vergangenheit in unserer Artikelserie zum mobilen Arbeiten teilweise bereits betrachtet haben:

Unterstützen können Softwarelösungen wie der PASS Digital Workplace, der Unternehmen genau die Werkzeuge anbietet, die sie benötigen, um ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hybride Arbeit zu ermöglichen.

Immer noch Nachholbedarf beim Modell der hybriden Arbeit

Allgemein kann man sagen, dass hybride Arbeit bei Weitem noch nicht überall etabliert ist. Und selbst da, wo sie Einzug gehalten hat, besteht teilweise noch Nachholbedarf. Wir haben aber in den vergangenen beiden Jahren gesehen, was möglich ist, wenn eine Gesellschaft durch ein kleines Virus zum Handeln gezwungen wird. Für Unternehmen und Deutschland als Wirtschaftsstandort bietet sich genau jetzt eine riesige Chance: Der Innovationsschub, den die Pandemie in Bezug auf flexible und hybride Arbeit ausgelöst hat, muss weiter vorangetrieben werden.

 

Bildquelle: Shutterstock

Ein Gedanke zu “Ist die hybride Arbeit das Modell der Zukunft?”

  1. Florian Stuhrmann

    Ich denke, dass die Vorteile der Hybriden Arbeit bei den Unternehmen überwiegen werden.
    Die Angestellten sind zufriedener, in den meisten Fällen produktiver und vor allem Unabhängiger. Das sind alles Kompetenzen, die dem Unternehmen Ressourcen einsparen und Gewinne maximieren können.
    Die einzige wirkliche Notwendigkeit für Face-to-Face Gespräche vor Ort im Büro sehe ich bei Abstimmungen udn Absprachen, da Gesprochenes von Angesicht zu Angesicht deutlich verständlicher ist, als Geschriebenes oder Gesagtes in Videokonferenzen.
    Ebenfalls für Recruiting- und Einarbeitungszwecke sollte es weiterhin Präsenztermine geben.

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