Startup SAFARI 2021 – eine Rückschau

Frankfurt, Mainz, Wiesbaden, Offenbach, Darmstadt und Gießen – die Startup SAFARI war auch 2021 wieder unterwegs – in Zeiten von Corona natürlich hybrid. Zum fünften Mal fand das Event Ende Oktober im Rhein-Main-Gebiet statt. Zwei Tage lang wurden disruptive Ideen und inspirierende Gründerinnen und Gründer ins Zentrum des Geschehens gerückt. Mittels Shuttlebussen wurde es den Teilnehmenden erleichtert, von A nach B zu kommen – eine zusätzliche Motivation, auch mal eine andere Location zu besuchen. 

Die über einhundert Programmpunkte der Startup SAFARI waren auch in diesem Jahr wieder abwechslungsreich und wurden vom gesamten Ökosystem der Start-up-Szene gestaltet. Nicht nur Co-Working Spaces hatten die Möglichkeit, ihre Räumlichkeiten zu präsentieren, auch Hochschulen, Investoren und Beratungsangebote wurden in das Programm eingebunden. Und last but not least standen natürlich etliche Gründerinnen und Gründer im Fokus mit der optimalen Möglichkeit, ihr Geschäftskonzept im Rahmen eines Pitches vorzustellen oder über ihre Gründergeschichte zu berichten. Der Innovationsgeist der Rhein-Main-Region wurde bei der Startup SAFARI somit in sämtlichen Facetten dargestellt.

Sie wollen mehr über spannende Gründerideen erfahren? Dann empfehle ich Ihnen meine Interviewreihe „Start-up-Lupe Rhein-Main“ hier auf dem Digital Management Blog. Dort habe ich zuletzt mit den Gründern von GREWP gesprochen.

Geschäftsmodelle, Erfolgsfaktoren und Finanzierungsmöglichkeiten

Auch eine ganze Reihe an Vorträgen und Geschäftspräsentation hatte die diesjährige Startup SAFARI wieder mit im Gepäck. Manuela Zehender berichtete als Gründer- und Wirtschaftsmediatorin beispielsweise darüber, was Start-ups mit Ehen gemeinsam haben und wie wichtig gute und offene Kommunikation im eigenen Team sei. Dabei ließen sich etwaige Hürden im täglichen Zusammenarbeiten nur durch gemeinsame Abstimmung und Konfliktlösung bewältigen, um so zur Arbeitsmoral und Zielerreichung eines Unternehmens beitragen.

In dem Vortrag von Nina Gibbert-Doll (Förderberaterin Südhessen, WIBank) hatten Gründerinnen und Gründer die Chance, sich über die komplette Breite von Finanzierungsmöglichkeiten – insbesondere über Fördermittel aus EU, Bund und Ländern sowie über Beteiligungen und Zuschüsse – aufklären zu lassen. Besonders interessant für alle Teilnehmenden der Startup SAFARI, die eine Gründungsidee im Kopf haben und noch dabei sind, ihre ersten Schritte zu planen.

Bei der Unterstützung junger Start-ups verfolgt auch die PASS Consulting Group ein Inkubator-Modell. Unsere E-Commerce-Lösungen stellen wir aufstrebenden mittelständischen Unternehmen ohne finanzielles Risiko zur Verfügung und partizipieren dafür mit einem festgelegten Prozentsatz am Umsatz. Ein gelungenes Beispiel: Timo Boll Webcoach.

Aber auch spannende Geschäftsideen durfte ich auf der Startup SAFARI kennenlernen: zum Beispiel die des Start-ups FISEGO Brandschutztechnik. Mittels Branderkennungs- und Brandbekämpfungssystemen werden hier Leben gerettet, die Umwelt geschützt und die Erinnerungen der Menschen gesichert. So haben die beiden Studenten der Technischen Hochschule Mittelhessen eine Mehrfachsteckdose entwickelt, die sich bei Überlastung selber abschaltet und einen Warnton absondert. Das Produkt brachte dem noch jungen Unternehmen unlängst sogar einen Hessischen Gründerpreis in der Kategorie „Gründung aus der Hochschule“ ein.

Interessant ist auch das Geschäftskonzept des Start-ups edon – electronic donations. Dieses entwickelt Sustainability Software für Onlineshops und ermöglicht mit seinen Schnittstellen verschiedene Spendenformate für seine Kunden. Im Rahmen des „Aufrundens“ oder des „Rabatttauschs“ lassen sich direkt im Onlineshop Spenden für soziale Projekte und Institutionen durchführen.

Hybride Startup SAFARI 2021 bedingt durch Corona

Leider konnte ich in diesem Jahr nicht persönlich vor Ort sein. Doch nach der rein virtuellen Übertragung im letzten Jahr hat sich das Organisationsteam der Startup SAFARI 2021 für einen hybriden Ansatz entschieden. Somit hatte ich die Möglichkeit, zumindest einen Hauch des so inspirierenden und positiven Charakters dieser Veranstaltung mitzuerleben. Technisch wurden jedoch auch die Hürden sichtbar, welche immer noch dazu führen, dass sich Veranstalter vor virtuellen Übertragungen scheuen. So stellt es sich auch im zweiten Jahr der Pandemie als eine Herausforderung dar, digitale und analoge Besucherinnen und Besucher in derselben Veranstaltung zusammenzubringen.

Dennoch freue ich mich auf jeden Fall auf die Startup SAFARI 2022 und bin mir sicher, dass auch dann wieder zwei Tage lang ein umfangreiches Programm angeboten wird, welches das Start-up-Ökosystem genauso so bunt und vielfältig präsentiert, wie es tatsächlich ist.

 

Foto: Shutterstock

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