Die Start-up-Safari 2.0 im Rhein-Main-Gebiet

Zwei Tage, mehr als 50 Sessions und über 600 Teilnehmer – am 17. und 18. Oktober öffnete das Start-up-Ökosystem im Rhein-Main-Gebiet zum zweiten Mal seine Pforten und lud zur Safari durch den Gründerdschungel.

Was hat sich verändert, was war neu? Zum zweiten Mal tagte in Frankfurt am Main und Umgebung die Gründerveranstaltung, die ihre Ursprünge in Berlin hat. Das Ziel des Event-Franchise ist es, das Start-up-Ökosystem und all seine Facetten Interessenten zu präsentieren, um die gegenseitige Vernetzung anzukurbeln. Die zahlreichen Veranstaltungen, die parallel stattfinden, waren diesmal verteilt auf die Städte Frankfurt, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt.

Neuheiten 2018

Nach einer erfolgreichen Veranstaltung im letzten Jahr mit 450 Besuchern kamen diesmal deutlich mehr Teilnehmer, nämlich 600. Offenbach ist jedoch als Veranstaltungsort entfallen. Somit reduzierten sich die Locations auf vier Standorte. Damit diese leichter von den Teilnehmern erreicht werden konnten, wurde in diesem Jahr ein Shuttlebus angeboten. Sowohl ein Transport zur jeweiligen Stadt als auch vor Ort von Event zu Event war somit problemlos möglich. Und der Safari-Charakter wurde voll ausgelebt. Ebenfalls neu in 2018 war das Host-Meetup eine Woche vor dem Safaristart. Hier waren alle Hosts, Sponsoren und Networkticket-Inhaber eingeladen, um sich auf das Event einzustimmen.

Meine persönlichen Highlights

Wie im letzten Jahr begeisterten mich alle von mir besuchten Sessions: sie waren spannend, vielseitig und gehaltvoll. Anstatt stupider Frontalvorträge erwarteten die Besucher kurze Pitches, Rundgänge und interaktive Präsentationen. Das ist es, was die Safari ausmacht. Eine lockere, entspannte Atmosphäre. Egal ob man sich gerade im alternativen Coworking Space aufhält oder bei einer Paneldiskussion von PwC. Auch in diesem Jahr möchte ich euch kurz meine persönlichen Highlights vorstellen:

1.     Speed-Dating

Gleich nach dem Opening-Frühstück im Tech Quartier ging es rund: Speed-Dating war angesagt. Die Gruppen wurden bei der Anmeldung bunt gemischt. Start-ups, Corporates, Service Provider und Andere tauschten sich aus. Drei Minuten hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, ihr Gegenüber kennenzulernen, bevor ein Wechsel anstand. Dieses Format sorgte dafür, dass man im Anschluss bei jeder Veranstaltung einen „Bekannten“ antraf. So amüsant und interessant das Speed-Dating war, so anstrengend war es auch. Der Lärmpegel war enorm und die Nähe der Teilnehmer machte den Austausch zu einer echten Herausforderung.

Opening der Start-up-Safari im Tech Quartier.

 

2.     Paneldiskussion bei PwC

Start-up & Corporate Collaboration – Clash of two worlds or win-win? So lautete das Diskussionsthema am Mittwochnachmittag bei PwC. Zwei Start-up Vertreter sowie zwei Vertreter aus etablierten Unternehmen diskutierten darüber, wie etablierte Unternehmen mit Start-ups in Projekten zusammenarbeiten und welche Herausforderungen, aber auch Benefits, dadurch entstehen. Während die Gründer von den Ressourcen (finanzielle Mittel, Personal) profitieren, entstehen bei eingesessenen Konzernen neue Denkweisen und die Kreativität wird gesteigert. Es wurden Erfahrungen ausgetauscht, wie man als Start-up den richtigen Konzern findet und andersherum.

PwC Paneldiskussion.

 

3.     Gründer berichten

Das Format Gründer berichten tagt regelmäßig in Frankfurt. So durfte es natürlich auch nicht bei der Start-up-Safari fehlen. Im CoWorkPlay können Eltern in einem professionellen Umfeld konzentriert arbeiten, während sich Flying Nannys in separaten und kindgerechten Räumen um ihren Nachwuchs kümmern. Hier berichteten am Donnerstag 3 Start-ups ihre Gründergeschichte. Dabei waren Nicolai Goschin, Gründer und Geschäftsführer der Digitalagentur Helllicht, Carolina Yeo, Gründerin von My Career and Child und Kamran Zerafat, Gründer von Quipe. Im letztgenannten Projekt wollen die drei Gründer die Nachwuchsausbildung im Fußball revolutionieren und die wahren Diamanten schneller identifizieren, effizienter ausbilden und Entwicklungen vorhersehen.

Gründer berichten.

 

Anregungen für eine Start-up-Safari 3.0

Die kritischen Anmerkungen hat sich der Veranstalter zu Herzen genommen – das war deutlich zu spüren. Die Zeitslots zwischen den Sessions waren im letzten Jahr aus meiner Sicht zu kurz gestaltet. Dieses Problem war dieses Jahr nicht mehr gegeben. Es konnten ohne Probleme Anschlussveranstaltungen besucht werden und Zeit zum Netzwerken blieb trotzdem. Schwierig war leider weiterhin das Auffinden der Eventräume. Auch hier hat man wieder zu wenig außerhalb der Locations auf das Event hingewiesen, sodass (zu) viel Zeit mit Suchen verloren ging.

Sehr schade fand ich die überschaubare Besucherzahl im Coworking in Mainz am Donnerstagnachmittag. Eine tolle Location mit interessanten Gründern sollte mehr Aufmerksamkeit bekommen. Vielleicht gibt es hier eine Möglichkeit, um die Veranstaltungen außerhalb von Frankfurt etwas mehr zu pushen?

Zusammenfassend war die Start-up-Safari für mich wieder absolut einen Besuch wert! Ein tolles, abwechslungsreiches Programm mit motivierten und leidenschaftlichen Rednern. Teilnehmer erhalten einen tiefen Einblick in das Start-up-Ökosystem des Rhein-Main-Gebietes und die Möglichkeit, interessante Kontakte zu knüpfen. Ich werde auch 2019 wieder dabei sein!

Warst auch du beim Event dabei? Was waren deine Highlights?

 

Bildquelle: Shutterstock

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